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Hilfe beim Stillen – da sind auch die Papas gefragt!

Ihr habt euch dazu entschieden zu stillen und damit eurem Kind die beste Nahrung zu geben? Wunderbar! Dabei ist ordentliches Auftreten als Team gefragt. Mamis können definitiv jede Hilfe beim Stillen gebrauchen. Hier bekommen Papas die richtigen Taktikvorgaben, um als erfolgreicher Assistgeber Mama und Baby das Still-Leben zu erleichtern. Auf geht’s!

Vor ein paar Wochen habe ich schon über unsere ersten Stillerfahrungen und erste Tipps für Papas geschrieben. Das war Teil 1 meiner Serie „Stillen aus Papa-Sicht“. Nun folgt der zweite Akt. Heute werde ich mit dir tiefer in die Praxis eintauchen. Was wirklich konkret gefragt ist. Was eine wirkliche Hilfe beim Stillen sein kann. Mach dir klar, dass Stillen keine reine Frauensache ist! Bei der Entstehung muss Papa ja ohnehin dabei gewesen sein. Bei der Geburt ist es ja mittlerweile auch schon normal. Doch beim Stillen klinken sich immer noch zu viele aus. Als wäre das irgend so ein Frauen-Ding, das sie sich mal wieder einbildet. Wie irgendeine Diät oder ein neuer Yoga-Kurs. Väter, auch beim Stillen seid ihr gefragt! Das Team besteht nicht nur aus Mama und Baby.

 

Praktische Tipps

Letztens ging es nur um erste Vorbereitungen und allgemeine Themen. Zeit, etwas konkreter zu werden. Springen wir mitten rein in die Still-Action. Das Baby ist da, alle sind wohlauf und das Leben mit Baby hat begonnen. Den möglichen Kampf ums Stillen habt ihr bisher gewonnen – sehr gut! Jetzt heißt es dranbleiben und das Ganze mit vereinten Kräften weiter durchziehen. Die Mamis wissen hoffentlich schon, was zu tun ist. Die Babys sowieso. Aber was macht der Papa? Das erkläre ich dir mit Hilfe von drei Kategorien:

  1. Konkrete Hilfe beim Stillen
  2. (Mentale) Unterstützung für Mami
  3. Hilfe abseits des eigentlichen Stillens

Die folgenden Tipps setzen sich aus einer Umfrage, die Lilly in Stillgruppen auf Facebook gestartet hat, und unseren eigenen Erfahrungen zusammen. Vieles ergibt sich schon ganz von allein, oder ist völlig logisch. Dennoch schadet es sicher nicht, immer wieder darauf aufmerksam zu machen.

 

Welche Hilfe beim Stillen kann Papa anbieten?

Im direkten Zusammenhang mit dem Stillen gibt es ein paar Dinge, mit denen wir Papas sehr hilfreich sein können. Dabei reden wir vorerst von ganz banalen Tätigkeiten. Darauf achten, dass immer alle Utensilien fürs Stillen bereitliegen. Du weißt schon, Stillkissen, diverse andere Kissen, Decken, Mullis, Kirschkernkissen und was Mama sonst noch braucht. Ein absoluter Goldgriff waren für Lilly die Multi-Mam Kompressen. Die sollten immer im Kühlschrank parat liegen und von Papa bei Bedarf schnellstmöglich auffindbar sein! Ebenfalls wichtig: Verpflegung, vor allem Getränke. Stillen macht sehr, sehr durstig. Daher immer schauen, dass Getränke griffbereit sind. Wenn der Stillvorgang etwas länger dauert, kann auch Essen ein Thema werden. Sei vorbereitet! Experten-Tipp: das Essen gleich kleinschneiden. Wenn überhaupt, hat Mami meistens nur eine Hand frei. Wenn keine Hand frei ist, einfach füttern. ;-)

Wichtigste Utensilien kurz zusammengefasst:

  • Stillkissen
  • zusätzliche Kissen
  • Decken
  • Mullis
  • Kirschkernkissen
  • Geheimtipp: Multi-Mam Kompressen

Sofern vorhanden, ist es auch ein wichtiger Punkt, sich um die anderen Kinder zu kümmern. Damit kann der Still-Mami sehr geholfen werden, wenn sie die älteren Kinder gut versorgt und bespaßt weiß. Generell ist Ruhe beim Stillen sehr wichtig. Auch wenn keine anderen Kinder da sind.

Wie kann Papa für Mama da sein?

Die meisten Antworten auf diese Frage sollten ohnehin klar sein. Mama unterstützen und motivieren, gut zureden und zuhören. Also recht allgemeine Dinge, die beim Stillen noch wichtiger sind. Gerade wenn es mal nicht so läuft, ist es für Mutter und Kind sehr wichtig, dass Papa da ist, um zu trösten und Mut zu zusprechen. Ruhe bewahren ist ebenso sehr wichtig. Ruhig bleiben, wenn die Stimmung nicht so rosig sein sollte. Und auch Ruhe bewahren und Mami die notwendige Zeit geben, bis die Stillbeziehung gut funktioniert. Immer wieder lese ich davon, dass die Väter dann die Mütter zum Aufgeben überreden möchten.

Allgemein ist deine Einstellung wichtig. Sei dir bewusst, dass Stillen keine reine Frauensache ist und stehe voll und ganz dahinter. Wenn du die Tipps befolgst, solltest du das schon gut unter Beweis stellen. Mach es dir dennoch immer wieder klar. Das gilt auch beim Stillen in der Öffentlichkeit. Steh auch hier hinter ihr, auch wenn euch jemand blöd kommt. Heutzutage muss man ja anscheinend damit rechnen. Wir haben hier bis jetzt noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Wenn, dann eher positive.

Was kann Papa abseits des Stillens tun?

Im Leben rund um das Stillen gibt es viele Faktoren, die es Mama einfacher oder unnötig schwerer machen können. Umso entspannter und ausgeruhter die Stillmama sein kann, umso besser ist es für alle Beteiligten. Versuche also, ihr möglichst viel abzunehmen. Im Haushalt mithelfen wird sicher gerne gesehen. Müll rausbringen. Oder auch mal für alle kochen. Für noch mehr Entspannung kann man bei Mami mit etwas Zeit für sich selbst sorgen. Schaffe ihr Freiräume für ein heißes Bad, einen Spaziergang oder was auch immer ihr gut tut.

Auch die im ersten Text schon angesprochene Informationsbeschaffung wird gerne gesehen. Wenn du selbst gut übers Stillen Bescheid weißt, gibst du der Stillmami gleich noch mal ein besseres Gefühl, unterstützt zu werden. Auch der gemeinsame Besuch bei der Stillberatung kann dir einen ordentlichen Bonus und viel nützliches Wissen verschaffen.

 

Hilf mit und sei Teil des Still-Teams

Wie du siehst, gibt es viele Wege, Hilfe beim Stillen anzubieten. Damit stehst du nicht mehr als vollkommen Außenstehender daneben, sondern bist mittendrin. Du bist Teil des Teams. Auch wenn nichts an die Bindung zwischen Mutter und Kind rankommen kann, so ist es doch schöner, mit dabei zu sein. Still-Mami und Baby werden es dir danken und du dir selbst irgendwann bestimmt auch. Frohes Stillen!

Published in Stillen

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