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Buchrezension: Als ich noch ein Kind war – wo ist die Magie nur hin?

Werbung – Hast du die Magie im Alltag auch verloren? Ich jedenfalls schon. Mir war das lange nicht klar, bis wir das Kinderbuch „Als ich noch ein Kind war“ bekommen haben. Los, finden wir gemeinsam mit Emily und ihrer Großmutter die Magie der Welt um uns herum wieder!

Nie vorschnell urteilen! Das habe ich neulich wieder gelernt. Vor ein paar Wochen hat der J.P. Bachem Verlag gefragt, ob wir ein Rezensionsexemplar des Buchs „Als ich noch ein Kind war“ haben möchten. Es hat wirklich schön ausgesehen. Bei Mami war ich mir sicher, dass ihr vor allem die Illustrationen gefallen werden, doch ob das Buch für unseren Matz schon interessant sein wird? Ich hatte meine Zweifel. Dennoch hab ich gerne zugesagt. Er kann es sich ja auch erst in ein paar Monaten ansehen. Wenige Tage später war das Buch schon in unserem Postkasterl.

Los, los! Gleich auspacken. Der Matz war auch ganz aufgeregt. Allerdings verlor er recht schnell das Interesse am Kuvert und dem Buch. Lilly hat es – wie erwartet – von Beginn an gefallen. Also haben wir Erwachsene uns das Buch in Ruhe angesehen und die wunderschönen Illustrationen genau studiert. Und siehe da, mit etwas Verzögerung hat auch der Sohnemann das Buch entdeckt, wurde neugierig und war nach ein paar Mal vorlesen hellauf begeistert. Diese unzähligen Farben, die fantasievollen Szenen und dann auch noch so überraschend viele Dinge, die der kleine Mann nicht nur kannte, sondern auch schon sagen konnte. Wie ein wunderschönes Wimmelbuch. Nie hätte ich gedacht, dass er sich so schnell für das Buch so begeistern wird. Wie gesagt, nie vorschnell urteilen!

 

Kinderbuch Als ich noch ein Kind war
Lesen wurde zu einer der wichtigsten Vater-Sohn-Beschäftigungen.

Als ich noch ein Kind war – worum geht es?

Doch widmen wir uns jetzt dem Buch. Es besteht aus vielen einzelnen Szenen voll Fantasie. Diese liebevollen Illustrationen stammen von David Litchfield. In Form von kurzen Reimen erzählt Andy Stanton die Geschichte zu den Bildern. Die Geschichte handelt von einem Gespräch zwischen Emily und ihrer Großmutter, das schnell zu einer bunten Reise in fantastische Welten wird. Als die Großmutter noch ein Kind war, sei die Welt viel bunter, aufregender und fantastischer gewesen. Sie war wie ein einziges Blütenmeer. Eine Welt voll von Eiscreme-Schmetterlingen, fliegenden Elefanten, großen Paraden und Festen, sowie haushohen Wiesen, durch die die Großmutter gelaufen ist. Die Welt war voller Magie. Doch eines Tages, so die Großmutter, sei diese Magie langsam verflogen. Tristesse und Fantasielosigkeit machten sich breit.

Kinderbuch Als ich noch ein Kind war
Spätestens seit wir dieses Buch haben, gehören ausgiebige Leseeinheiten bei uns dazu.

Zum Glück weiß es Emily besser. Denn sie lebt immer noch in dieser bunten, magischen Welt und das beste: Auch die Großmutter kann wieder in diese Welt eintauchen. So nimmt dieses Mal Emily ihre Großmutter mit auf eine Reise in ihr ganz eigenes Universum voll von fröhlichen Regentropfen, bunten Blumen und Fischpferdchen. Damit beweist Emily ihrer Großmutter, dass die Magie der Welt vor niemandem halt macht. Man muss sie nur wiedererkennen und zulassen.

 

Meine Gedanken zum Buch „Als ich noch ein Kind war“

Keine Ahnung, wie oft wir das Buch mit unserem Sohnemann schon studiert haben. Wahnsinnig oft. Wir sind alle drei hellauf begeistert und entdecken jedes Mal aufs Neue weitere schöne Details in diesen Fantasiewelten. Gleichzeitig regt mich das Buch zum Nachdenken an. Denn der Kern der Geschichte betrifft jeden von uns tagtäglich. Bewusst oder unbewusst. Meistens braucht es jedoch ein eigenes Kind, um wirklich sehen zu können, welcher Zauber im Laufe der Jahre verloren geht. Das beste Beispiel ist für mich das Bild mit dem großen Bahnhof im Buch. Wenn ich sehe, wie bunt sich einem das Treiben in einem Bahnhof plötzlich darstellen kann, muss ich an unsere unzähligen Ausflüge zum Linzer Hauptbahnhof denken.

Kinderbuch Als ich noch ein Kind war
Vor allem diese Szene mit dem magischen Bahnhof hat mich wachgerüttelt.

Für viele ist er ein alltäglicher Ort beim Pendeln und Reisen. Hektisch, grau, gestresst und doch langweilig. Doch dann sehe ich mir an, wie faszinierend das alles für unseren Sohn ist. Was für ein aufregendes Erlebnis jede Fahrt mit der Rolltreppe ist. Seine Euphorie im Lift auch beim tausendsten Drücken des „NULLERS!!!“ (Zitat), um ins Erdgeschoss zu fahren. Die Loks, die mit ihren Haken mit den Waggons verbunden und furchtbar laut und doch so faszinierend sind. Für ihn ist der Bahnhof eine riesige Abenteuerwelt, die ihn jedes Mal wieder packt.

Und das lässt sich auf alle Bereiche und Orte des Lebens umlegen. Wir alle haben als Kinder bestimmt auch überall diese Magie erlebt und es langsam verlernt. So wie es auch der Großmutter im Buch gegangen ist. Irgendwann entzieht der Alltag der Welt scheinbar ihre Magie. Doch sie ist immer noch da. Überall. Wir müssen nur offen sein und genau hinsehen.

Kinderbuch Als ich noch ein Kind war
Die fantasievollen Bilder sind wunderschön anzusehen.

Zum Abschluss möchte ich mich ganz hochoffiziell beim J.P. Bachem Verlag für unser Rezensionsexemplar bedanken und ihm ganz herzlich zu diesem wirklich wundervollen Buch gratulieren! Es hat uns sehr berührt und wird es auch weiterhin tun.


Wo bekommst du das Buch?

Wenn du das Buch selber gerne hättest, kannst du es gewohnt einfach beim bekannten Versandriesen bestellen, den Link dazu findest du unten. Über diesen Link bringt es mir eine kleine Provision. Oder für die Allgemeinheit noch besser: Du gehst zum nächsten „echten“ Buchhändler in deiner Nähe, der wird dir bestimmt auch gerne weiterhelfen. 😊

Published in Buchrezensionen

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