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Der Kampf Gut gegen Böse – richtige und falsche Lebensmittel für BLW

Die große Kunst, die richtigen Lebensmittel für BLW zu finden. Sie ist gar nicht so groß. Du willst wissen, was dahintersteckt und welche Lebensmittel für BLW am besten geeignet sind? Dann setz dich doch zu uns an den virtuellen Esstisch!

Willkommen beim dritten Akt meiner BLW-Serie! Nach Teil1 und Teil2 gehen wir heute noch einen Schritt weiter zur täglichen Praxis. Heute suchen wir nach den richtigen Lebensmitteln für BLW. Die richtigen Lebensmittel für BLW sind gar nicht so schwer zu finden. Du musst keine große Wissenschaft daraus machen. Wenn du dich schon halbwegs mit gesunder und ausgewogener Ernährung auskennst und sie bestenfalls auch noch lebst, wirst du keine Probleme haben. Eine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten, möglichst ohne Fertigkram bringt die richtigen Lebensmittel ganz von alleine mit. Wirklich aufpassen musst du nur bei den wenigen Ausnahmen, die dein Baby (noch) nicht bekommen darf.

 

Wir sind die Guten.

Alle können das Gleiche gemeinsam essen. Das ist der Grundgedanke, der mich bei BLW so sehr begeistert. Das Baby sitzt mit allen andern am Tisch und bekommt das gleiche Essen wie Mama und Papa. Wenn sich die Eltern bereits gesund ernähren, kann das Baby problemlos mitessen. Sollte das noch nicht der Fall sein, ist BLW der perfekte Startpunkt, die eigene Ernährungsweise zu hinterfragen und umzustellen.

Im Grunde gibt es keine speziellen „richtigen“ Lebensmittel für BLW – wenn dann gibt es nur falsche. Jedes normale Essen ist für das Baby geeignet. Solange es aus natürlichen Zutaten besteht und möglichst frisch ist. Dabei reden wir von „echten“ Lebensmitteln. Also kein Chemie-Zeug aus Packerl oder Dose. Wenn du diese zwei Punkte beachtest, bist du ganz klar auf dem richtigen Weg:

  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung für alle Beteiligten
  • Biete dem Baby eine möglichst breite Palette an Dingen über die Woche verteilt an. Damit kann es ganz viel ausprobieren und möglichst viele verschiedene Nährstoffe bekommen.

Damit machst du völlig automatisch und ohne einer großen, speziellen BLW-Zauberei alles richtig. Wie gesundes und ausgewogenes Essverhalten aussieht, wird an vielen anderen Orten des Internets mehr als ausführlich beschrieben. Das würde hier definitiv den Rahmen sprengen. Außerdem soll es hier ja doch eher speziell um BLW gehen. Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich dir hier nicht den perfekten Ernährungsplan präsentiere.

 

Know your Enemy. Das sind die Bösen!

Die guten Lebensmittel musst du bei BLW also nicht extra suchen. Auf die bösen musst du allerdings genau aufpassen! Manche sind nicht per se böse, aber für BLW (noch) ungeeignet. Andere sind generell nicht gut und leider sehr oft geschickt versteckt. Also: Obacht walten lassen!

Beginnen wir mit den nicht von Grund auf schlechten Dingen, die aber bei BLW anfangs noch problematisch sind. Manche Lebensmittel stellen, allen in Teil 2 zurecht gefeierten Reflexen zum Trotz, ein zu großes Erstickungsrisiko dar. Dazu zählen Nüsse, vor allem im Ganzen. Kleine, runde Dinge wie Trauben oder Kirschtomaten solltest du vorher zumindest halbieren. Kirschkerne lassen wir auch lieber im Kirschkernkissen. Beim Essen gehören die unbedingt vorher raus! Fisch muss natürlich auch ohne Gräten und Fleisch ohne kleine Knochen und Knorpel sein.

Küribsnudeln als Lebensmittel für BLW

Bei BLW gibt es keine versalzene Suppe

Zu viel Salz ist nicht gesund. Das gilt für Erwachsene und für Babys noch mehr. Die Nieren eines Babys sind noch nicht reif dafür. Schon alleine deshalb ist Salz tabu. Generell schadet es bestimmt nicht, wenn sich dein Kind von Anfang an keine übermäßig salzhaltige Ernährung angewöhnt. Das meiste Salz kommt versteckt zu uns. Die gefährlichsten Salz-Trojaner sind Fertigprodukte, fertige Nudelsaucen, Ketchup und ähnliche Saucen, Suppenwürfel, Packerlsuppen und Sojasauce. Sie enthalten sehr große Menge Salz für mehr Geschmack und zur Konservierung. Die Salz-Vermeidung beginnt also schon beim Einkaufen und nicht erst beim Kochen. In der eigenen Küche kann man Salz natürlich am besten weglassen.

 

Expertentipp: bei den Inhaltsstoffen wird oft statt dem Salz der Natriumgehalt angegeben. Ist das der Fall, musst du die Menge mal 2,5 rechnen. Damit erhältst du den tatsächlichen Salzgehalt. Bei 1,5g Salz pro 100g spricht man bereits von stark gesalzenen Lebensmitteln!

 

Wir haben uns selber die Verwendung von Salz beim Kochen schon fast gänzlich abgewöhnt. Wenn notwendig kann man das fertige Essen am Teller immer noch nachsalzen. Doch selbst das tun wir nur mehr selten. Für den gewünschten Geschmack können Kräuter und andere Gewürze genauso sorgen. Nicht umsonst gibt es in den Läden mittlerweile immer mehr fertige Gewürzmischungen, die explizit als Salz-Alternative präsentiert werden.

 

Bei zu viel Süßem gibt’s Saures!

Richtig böser Bösewicht Nummer 2: Zucker. Dass Zucker ungesund ist, wird dich jetzt (hoffentlich) nicht überraschen. Er liefert nur leere Kalorien, ohne irgendeinen Nährwert zu haben. Schlecht für die Zähne ist er obendrein auch noch! (Ironie pur: während ich das schreibe, trinke ich ein Glas Cola…)

Gerade beim Zucker haben wir wieder einen Faktor, der bestimmte Verhaltensweisen schon sehr früh beeinflussen kann. Wenn das Baby schon von Anfang an nur wenig Zucker bekommt, wird es wahrscheinlich auch später kein großes Verlangen nach Süßigkeiten oder süßen Getränken haben. Hin und wieder darf es natürlich auch was Süßes sein. Dosis. Gift. Du kennst den Spruch. Bei den angegebenen Inhaltsstoffen gilt hier wieder das Motto „Tarnen und Täuschen“. Zucker muss nicht immer Zucker heißen. Er hat noch ein paar weitere Identitäten. Saccharose, Dextrose, Fruktose, Glukosesirup und Maissirup sind beliebte Begriffe die in Wahrheit alle Zucker sind.

Spaghetti als Lebensmittel für BLW

Welche Lebensmittel bei BLW sonst noch stören

Salz und Zucker sind die beiden Hauptübeltäter, die jeder bei BLW sofort als verboten aufzählt. Bleiben nur noch ein paar weitere Dinge übrig. Wenig überraschend: die künstlichen Helfer der Industrie. Diverse E-Nummern, Konservierungsstoffe, Glutamat und das schlechte, alte Aspartam. Dass dieses Zeug gerade bei BLW absolut vermieden werden soll, ist hoffentlich selbstredend.

 

Rohe Tierprodukte können auch sehr heikel sein. Sie sind eigentlich auch wieder nicht böse, für dein Baby aber vorerst noch nicht geeignet. Dazu zählen Honig, rohes Fleisch und roher Fisch. Zusätzlich können rohe Kleieprodukte problematisch sein. Sie können die Aufnahme von Eisen und Kalzium stören. Eier müssen unbedingt komplett durch sein. Zu guter Letzt sehen wir uns noch die Getränke an. Dein Baby wird durch Muttermilch und eventuell etwas Wasser normalerweise wunderbar mit Flüssigkeit versorgt. Da braucht es keine zusätzlichen Säfte oder Ähnliches. Absolute No-Gos sind natürlich Kaffee, schwarzer Tee und Cola. Kuhmilch bzw. generell Tiermilch zum Trinken ist ebenfalls problematisch. Das kann den Appetit auf Muttermilch beeinträchtigen.

 

Wie versprochen, keine große Wissenschaft

Es ist gar nicht so schwer die richtigen Lebensmittel für BLW zu finden. Wenn man die Bösewichte kennt und weglässt. Bei einer von Haus aus gesunden Ernährung bekommt auch das Baby alles, was es so braucht. Außerdem kann es dadurch viele verschiedene Lebensmittel kennenlernen, probieren und erfahren. Das zählt definitiv zu den größten Spaßfaktoren bei BLW. Mahlzeit!

 

Wie läuft es bei euch zu Hause mit BLW? Hast du noch Tipps? Dann erzähl es uns doch gerne in einem Kommentar! 

Published in BLW

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