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Noch mehr Räder und Grachten – unser Kurztrip nach Amsterdam Teil 2

Weiter geht es mit unserem Kurztrip nach Amsterdam. Mittlerweile sind wir in unserem Bericht schon in Amsterdam gelandet und im Hostel angekommen. Doch wie waren die weiteren Tage? Was haben wir so getrieben? Wie haben wir die Stadt erlebt? Und wie geht die Aardbei Lovestory aus? Die Antwort auf diese Fragen gibt es hier!

 

Hach unser Kurztrip nach Amsterdam. Wir denken so gerne daran zurück. Umso leichter fällt es mir auch nach so langer Zeit wieder darüber zu schreiben. Im ersten Teil des Amsterdam Reiseberichts sind wir in Amsterdam angekommen, zum Hostel gedüst und haben uns auf den abenteuerlichen Weg zu unserem Zimmer gemacht. Natürlich sind wir nicht nur im Hostel gewesen. Zu erleben gibt es in Amsterdam ja mehr als genug.

 

Strenge Sightseeing-Pläne? Nicht mit uns.

Rijksmuseum, Van-Gogh-Museum, Anne-Frank-Haus, Oude Kerk, Madame Tussauds. Das sind mit Sicherheit alles sehr tolle Sehenswürdigkeiten. Muss man mal gesehen haben! Das war uns allerdings ziemlich egal. Wir wollten ein paar schöne Tage in dieser wundervollen Stadt und keinen klassischen Sightseeing-Trip, wo man von einer Attraktion zur nächsten hetzt, um ja alles gesehen zu haben. Das haben wir auch durchgezogen. Ach ja und um Missverständnissen vorzubeugen: unsere Alternative zu den klassischen Sightseeing-Plänen waren keine ganztägigen Besuche in Coffee-Shops.

Natürlich haben wir die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu sehen bekommen. Das hat sich dann einfach im Zuge unseres Schlenderns ergeben. „Schlendern“ war generell unser Motto, wenn man so will. Ohne große Ziele durch die Grachten spazieren und die Stadt genießen. In Amsterdam ging das bei uns sogar drei Tage lang ohne Probleme. So viel gibt es zu entdecken und an manchen Wegen geht man auch gerne mehrmals entlang. Wenn du mal nach Amsterdam kommst, wirst du sehr schnell diese besondere Stimmung spüren. Alles läuft irgendwie entspannter. Selbst die hektischen Radfahrer können das nicht wirklich stören.

Grachten Boot bei Kurztrip nach Amsterdam

Die kunterbunt gemischten schiefen Häuser, die Hausboote. Alles wirkt so cool auf seine eigene Art und Weise. Als würde sich hinter jeder Tür eine hippe, moderne Startup Agentur verstecken. Und doch fühlt man sich schnell als Teil dieses Treibens. Eine klassische Touristen-Sache haben wir dann doch gemacht – eine Fahrt mit einem Grachten-Boot. Amsterdam vom Wasser aus ist ebenfalls sehr schön und interessant anzusehen. Unter den vielen Brücken durch tuckert man gemütlich durch die Grachten. Ahoi!

Hungrig in Amsterdam? Wohl kaum!

Kulinarisch gab es bei unserem Kurztrip nach Amsterdam auch alles. Die klassischen Fast-Food-Buden haben wir eher ausgelassen. Auch beim Essen haben wir uns unsterblich verliebt. Vier Buchstaben haben es uns angetan: FEBO. Diese Fast-Food „Restaurants“ sind eine holländische Spezialität. Hier wird das Essen zubereitet und in kleinen Verkaufskästchen nach Münzeinwurf verkauft. Da stehst du dann vor einer Wand mit lauter kleinen Kästchen und in jedem versteckt sich eine geniale, ungesunde Köstlichkeit.

Hinter so einem Türchen wartet dann zum Beispiel ein kalfsvleeskroket auf dich. Das sind große Kroketten, die mit einem Rinder-Ragout zusätzlich gefüllt sind. Klingt wild, ist es auch. Aber verdammt lecker! Krokets sind generell ein holländisches Nationalgericht. Vom Standing vermutlich mit unseren Käsekrainern vergleichbar. Neben verschiedenen Kroket-Sorten gibt es wie üblich noch Burger, Pommes und Konsorten.


Damit du dir das besser vorstellen kannst, habe ich hier noch kurz ein Youtube-Video rausgesucht: 


 

 Unser bestes Amsterdam-Frühstück

Wie im ersten Teil erwähnt, war das Frühstück im Hostel nicht die absolute Krönung des Genusses. Daher haben wir die Tripadvisor-App bemüht und sind schnell fündig geworden. Ein paar Straßen vom Hauptbahnhof entfernt, versteckt sich in einer schmalen Gasse das „Omelegg“. Wie der Name schon erahnen lässt, geht es hier um Omelettes. In verschiedensten Kombinationen mit Käse, Speck, Schinken, Gemüse. Natürlich sind da auch so einige nicht ganz alltägliche Varianten dabei.

Gasse mit Omelegg Kurztrip nach amsterdam
Die schmale Gasse, in der sich das „Omelegg“ versteckt.

Es ist ein kleiner Laden mit großem Namen. Wir hatten Riesenglück, dass gerade ein richtig schöner Tisch direkt am Fenster frei geworden ist. Kurz darauf hat sich schon eine Schlange vor dem Lokal gebildet. Die Wartenden durften dann zusehen, wie ich meinen großen Bottich mit Kaffee geschlürft habe und wir unsere sensationell guten Omelettes verdrückt haben. Das war ein richtig feines Frühstück. Preislich war es auch absolut OK. Ganz klare Empfehlung unsererseits!

Raus aus der Stadt und ab ans Meer

So sehr wir die Stadt auch genossen haben, wollten wir auch einen Ausflug ans Meer machen. Wann kommt man schon im Jänner ans Meer? Wintermantel statt Badehose war mal eine interessante Abwechslung. Ziel unseres Ausflugs: Zandvoort. Nicht weit weg von Amsterdam, direkt am Meer und mit dem Zug leicht erreichbar – normalerweise. Ab zum Bahnhof und am Bahnsteig auf den Zug warten. Und warten. Und warten. Irgendwann haben wir dann rausgefunden, dass es einen Schienenersatzverkehr gibt. Dann halt ab in den Bus nach Haarlem. Von dort ging es mit dem Zug weiter.

 

Endlich am Strand. Am richtig langen Sandstrand. Es war kalt und windig, aber dennoch schön. Das hatte auch seine ganz eigene Stimmung in diesem Touristen-Ort, der bis auf wenige Ausnahmen geschlossen und verriegelt war. Ein Restaurant hatte aber doch offen. Für jede Menge Geld bekamen wir Eistee mit Kohlensäure und einen Burger, der Lilly für lange Zeit die Lust auf Burger genommen hat. Ein ordentlicher Reinfall, leider.

Sonnenuntergang Zandvoort beim Kurztrip nach Amsterdam

Danach ging es wieder direkt ans Meer. Ein paar kitschige Pärchen-Fotos musste natürlich auch noch her. Immerhin unsere erste große Reise, frisch verliebt, Fotografin und überhaupt! Also hat Lilly Kamera und Stativ so gut wie möglich dem Wind trotzend aufgebaut und schon konnte das kleine Shooting losgehen. So schöne Urlaubsfotos am Meer in Winterkleidung hat bestimmt nicht jeder!

 

Jede Reise geht einmal zu Ende – auch unser Kurztrip nach Amsterdam

Wieder zurück in Amsterdam genossen wir weiterhin das entspannte Leben dieser Stadt. Die ein oder andere Flasche Aardbei wurde geleert und einige FEBO-Kästchen ausgeräumt. Das hätte ich am liebsten den ganzen Tag lang so gemacht. Nach vier wunderbaren Tagen ging es dann schließlich doch wieder raus zum Flughafen Schiphol. Ein Schlaraffenland für einen Luftfahrtenthusiasten wie mich. Ein altes Cockpit kann man besichtigen, dazu gibt’s Shops mit diversen Luftfahrt-Gimmicks, Flugzeugmodellen und so weiter. Die Besucherterrasse war wetterbedingt keine wirkliche Alternative. Dafür haben wir dem Treiben auf dem Vorfeld vom Restaurant aus noch eine Weile zugesehen, bis auch für unseren Flug das Boarding anstand.

 

Zum Abschluss unseres Kurztrips nach Amsterdam gab es bei der Sicherheitskontrolle leider noch das traurige Ende unserer Aardbei-Lovestory. Um zumindest ein klein wenig des kostbaren Nektars zu Hause genießen zu können, wollten wir ein paar Fläschchen mitnehmen. Eine schlaue Idee! Weniger schlau war die Aufbewahrung im Handgepäck. Der an sich freundliche Security-Mitarbeiter kannte da natürlich kein Erbarmen. Ende Gelände. Varweel Aardbei. Wir sehen uns bestimmt wieder. Definitiv in Amsterdam. Sobald wie möglich!

KLM Boeing bei Kurztrip nach Amsterdam

 

 

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