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Ausflugstipp: Zoo Linz – tierische Action am Pöstlingberg

Manchmal unterschätzt man Dinge. So ging es mir auch mit dem Zoo Linz. Dabei versteckt sich unterhalb des Pöstlingbergs fast schon ein richtiger Geheimtipp. Mittlerweile waren wir zum zweiten und sicher nicht letzten Mal dort. Lass mich dir eines unserer liebsten Ausflugsziele zeigen! Baby und Hängebauchschwein im Zoo Linz

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ein Spruch, der nur allzu oft stimmt. Ich muss gestehen, bis vor wenigen Monaten war mir der Tierpark in Linz kein Begriff.

Als ich das erste Mal Schilder dazu gesehen habe, habe ich diese Linzer Attraktion unterschätzt. Jaja, „Tiergarten“. Vermutlich ein paar Ziegen zum Streicheln und vielleicht noch zwei Kamele. Und wenn es gut läuft ein paar Rehe, die man aus der Ferne bewundern darf. Falsch gedacht! Auf halbem Weg zum Pöstlingberg bietet Linz einen richtig feinen, aber kleinen Tierpark mit jeder Menge Spaßfaktor. Und ja, es gibt mehr Tiere zu sehen, als vermutet.

Darf ich vorstellen? Der Zoo Linz

Zu Beginn gibt’s ein paar Fakten. Ich habe für dich etwas auf der Homepage des Tiergartens recherchiert. Damit sollte ich meinem selbst auferlegten Bildungsauftrag nachkommen können. Der Zoo Linz wurde 1980 eröffnet. Begonnen wurde mit der Ausrichtung „Europäische Tiere, Haustiere und deren Urformen“. Mit der Umsetzung war man selber nicht zufrieden. Daher wurde der Zoo nach und nach erweitert, bis er seinen heutigen Zustand erreicht hat. Heute beherbergt der Tierpark mehr als 600 Tiere. Letztes Jahr wurde mit 132.400 Besuchern wieder ein Rekord aufgestellt.

Der Zoo Linz ist ganzjährig geöffnet. Wenn man dem Rundgang folgt, wird man mit vielen verschiedenen Tieren, Gehegen und zum Schluss beim Haustierpark – dem Streichelzoo – mit einem herrlichen Blick über Linz belohnt. Ok, bei einem Ausblick über Linz kann man natürlich diskutieren, inwieweit da etwas herrlich sein kann. Ach Linz, du hässliche Schönheit!

Unser Ausflug in den Linzer Tiergarten

Wie immer haben wir es äußerst spontan beschlossen. In den Tierpark? Ja, passt! Also Wickeltasche packen, Proviant vorbereiten, alles rein ins Auto und schon kann es losgehen. Weit haben wir es als Linzer ja nicht. Für die Anreise mit dem Auto gibt es einen Parkplatz direkt vor der Tür. Da wir an dem Tag eventuell noch wo anders hinfahren wollten, entschieden wir uns für das Auto. Richtigerweise sollte man sich aber die Fahrt mit der Pöstlingbergbahn zur Station „Tiergarten“ nicht entgehen lassen! Kleine Warnung am Rande: der Weg von der Station zum Zoo ist nicht besonders weit, aber sehr steil.

Rein ins Vergnügen!

Mit der OÖ-Familienkarte kommt einem der Eintritt etwas günstiger. Fünf Euro für Mama, fünf Euro für Papa. Matz natürlich gratis. Die paar Euro lohnen sich auf jeden Fall. Gleich beim Eingang wartet schon die erste Attraktion – das Erdmännchen-Gehege. Viel Gewusel und auch noch Nachwuchs! Sprich noch mehr, noch süßeres Gewusel. Die kleinen Kerlchen können einen schon verdammt lange Unterhalten. Erinnert mich übrigens etwas an die Supermarktkonzepte, wo mit der Obst- und Gemüseabteilung gleich etwas Positives zu Beginn kommen soll. ;-) Weiter geht es vorbei am Strauß-Gehege, an Ziegen, Hängebauchschweinen und Antilopen.

Danach folgt mit dem Tropenhaus ein weiteres Highlight. Dort erwarten dich jede Menge verschiedene Schlangen, Krokodile, kleine Äffchen und Schildkröten. Fun-Fact am Rande: irgendwie findet man im ganzen Zoo in ziemlich vielen Gehegen eine Art Quoten-Schildkröten. Not-so-Fun-Fact: Einige der Exoten und Reptilien sind leider hier gelandet, nachdem sie beim Zoll oder aus illegaler Haltung beschlagnahmt wurden.

Dieser Storch bringt sicher keine Babys mehr

Vorbei an weiteren Schildkröten und jeder Menge Vogelgehegen kommt man am hinteren Ende zum Buffet des Zoos. Erinnert mich schon wieder an Supermärkte mit der Fleischabteilung im hintersten Winkel, um möglichst überall vorbei zu müssen. Mit den Vogelgehegen habe ich allerdings meine Probleme. Ich kann nicht verstehen, was es bringen soll, einem Storch zusehen zu können, wie er sein Dasein in einem oben offenen Gehege fristet. Warum er trotzdem nicht wegfliegt, wird kaum am guten Futter liegen. Es fällt mit generell schwer, Zoos wirklich gut zu finden. Tiere sollten nicht eingesperrt sein (müssen). Doch schon allein für den Artenschutz, wird es leider immer wichtiger sein, zumindest ein paar Exemplare zu erhalten. Da könnte ich jetzt noch weiter abschweifen, wie traurig es ist, einen Artenschutz überhaupt zu brauchen, aber wir wollen jetzt mal den dennoch schönen Ausflug weiterführen.

Audienz bei King Julien

King Julien und Konsorten machten Kattas in den Madagascar-Filmen zu wahren Kulttieren. Nicht nur deshalb bildet das Katta-Gehege einen weiteren Höhepunkt im Zoo Linz. Und das völlig zurecht. Auch hier gibt es seit März Nachwuchs und jede Menge Action zu sehen. Definitiv ein Gehege mit längerer Aufenthaltsdauer! Gleich daneben zieht ein Roter Panda seine Runden. Ein wunderschöner, extrem süßer Zeitgenosse.



Streichelzoo – Ziegen, die an Buggys nagen

Der Rundgang bringt uns schließlich in den neuesten Teil des Tiergartens. Im Haustierpark gibt es unter anderem folgende Bewohner: Hasen, Esel, Ziegen, Schafe, Meerschweinchen. Die Ziegen kann man direkt besuchen und streicheln. Vorsicht, die können sehr frech sein. Bei unserem ersten Besuch hatte es eine auf unseren Buggy abgesehen und wollte ihn ständig annagen. Im Streichelbereich gibt es eine kleine Aussichtsplattform mit dem tollen Blick über Linz. Am oberen Ende des Haustierparks wurde heuer ein ganz neuer, großer Spielplatz eröffnet. Da freuen wir uns schon drauf, wenn unser Matz groß genug dafür wird!

Den Abschluss des Rundgangs bilden die Kängurus. Kennst du die lustigen T-Shirts mit „In Austria no Kangaroo, we have only Kulimuh“? Fake-News! Es gibt Kängurus!!!!111!!11! Sogar in Linz. (ja, ich weiß auch in anderen österreichischen Zoos) Als Linzer Spezialität gibt es sogar ein schneeweißes Albino-Känguru namens „Flocke“.

Blick über die Stadt vom Zoo Linz

Ohne Mampf kein Kampf – das Buffet

Ach ja, eigentlich waren wir vorher schon kurz beim Buffet. Eine kleine, lauschige Imbissbude mit ausreichend Sitzgelegenheiten. Durch den Spielplatz gleich dahinter können hier erschöpfte Eltern kurz durchschnaufen und sich Argumente überlegen, warum die Kleinen nicht schon wieder ein Eis haben können. Väter verschanzen sich hier kleinheimlich mit einem Bierchen. Kulinarisch wird hier natürlich nur die feinste Haute Cuisine geboten. Bei der Speisekarte konzentriert man sich auf wenige Spezialitäten: Schinken-Käse-Toast. Käse-Toast. Frankfurter mit Senf und Semmel. Kren gibt’s um 20 Cent dazu. Gulaschsuppe. Burenwurst. Was braucht man mehr, für einen kleinen Snack? Meine Frankfurter waren auf den Punkt gegart, Lillys Toast war auch lecker. Ihrem Monopol innerhalb des Tiergartens sind sie sich leider bewusst. Gibt anderorts jedoch sicher schlimmere Wucher-Preise.

Fazit

Da ist mir doch jahrelang ein tolles Ausflugsziel entgangen. Als gebürtiger Amstettner kennt man für einen Zoo-Besuch nur Schönbrunn und Haag. Vielleicht noch Schmiding. Gerade für einen spontanen, kleinen Ausflug ist der Zoo Linz perfekt. Man hat alles, was man braucht. Ist schnell da. Und auch die Kosten halten sich in Grenzen. Tiergarten Linz, du siehst uns bestimmt wieder!

Du hast noch weitere Ausflugstipps für mich? Dann erzählt mir doch im Kontaktbereich mehr darüber! :)

Link zur Website des Tierparks

Published in Ausflugsziele

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